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Sonntag, 21. April 2019

Probefahrt mit der Sozia auf der XCx

oder Kaffeetrinken in Malmedy


Um das WP-Fahrwerk der Tiger XCx auch gegenüber dem Wilbers-Federbein der XC zu testen, fuhren wir heute eine Probefahrt über das Hohe Venn nach Malmedy.

Zwischenstopp in Botrange, dem höchsten Punkt Belgiens:




Kaffee im Café in Malmedy

























Nicht nur schön war es, der Tiger hat uns mit dem WP auch voll überzeugt!

Samstag, 20. April 2019

Auswildern

Die Papiere und das neue Kennzeichen sind da!


Heute erhielt ich gegen Einschreiben die offiziellen Dokumente, sowie das neue Kennzeichen für die Raubkatze.




















Da die Belgier die Matorradkennzeichen von
1 - M** *** (1 - M zweiter Buchstabe dritter Buchstabe erste Zahl zweite Zahl dritte Zahl) auf
M - *** *** (M - erster Buchstabe zweiter Buchstabe dritter Buchstabe erste Zahl zweite Zahl dritte Zahl) umstellten, musste ein neues Kennzeichen her.

Nun konnte der Tiger ausgewildert werden!



 

M-MMM wie manipuliert 😂
 

Mittwoch, 17. April 2019

Der große Tag

Heute war nun der große Tag

ich fuhr direkt nach der Arbeit zum FTH nach Eupen.


Aber bevor es hier weiter geht, die ganze Vorgeschichte in kurzen Worten:

Das vergangene Wochenende grübelte ich über Alex Angebot:
- Der EK für die "neue" Tiger 800 XCx (ABS) war selbst nach Internetrecherche auf den großen KFZ-Verkaufsplattformen sehr gut.
- Die Inzahlungnahme meines alten Tigers war ebenfalls recht gut.
- Der Ausstattungsvergleich zwischen den beiden Motorrädern verlief ebenfalls positiv,
   zwar würde ich einiges an Anbauteilen verlieren, auch würden Nebelscheinwerfer und Griffheizung entfallen,
   dafür erhielt ich aber eine modernere, fast neuwertige Maschine.
- Mein Bauchgefühl zum Wechsel wuchs.
- Beim Kostenvergleich zwischen Alt und Neu schlug das Wirtschaftlichkeitspendel ebenfalls Richtung: Tausch.
- Die Finanzen stimmten.

Damit standen die Zeichen für ein folgendes Verhandlungsgespräch auf: GO!

Am Montag, den 15.04.2019, suchte ich gegen 19:00Uhr, also nach Ladenschluss, auf Händlerwunsch die Service Company in Eupen auf. Schnell wurden wir uns handelseinig, denn wir konnten uns auf Preis, Mitnahme von Anbauteilen und Nachrüstung der Nebelscheinwerfer, sowie Abwicklung des Geschäfts bis vor Ostern einigen.

Der Handel wurde wie bei guten Freunden und/oder Pferdehändlern per Handschlag geschlossen!

Nun am heutigen Mittwoch erhielt ich einen Anruf von Moto Vise, ich könne die Maschine abholen.
Was war geschehen:
- Die alte XC wurde vom Navihalter, dem sw-Motech-Tankring für den TRS und den Kofferträgern befreit.
- Die "neue" XCx erhielt problemlos diese Anbauteile.
- Ich hatte Kontakt zur Versicherung aufgenommen, um die neue Maschine zu zulassen (belgisches Zulassungsverfahren),
   dabei erfuhr ich,
   dass ich ein neues Kennzeichen erhalte, ungewöhnlich, da man in Belgien die Kennzeichen eigentlich behält,
   ich die Papiere erst kurz vor dem Wochenende per Einschreiben erhalte,
   die XCx trotzdem abzuholen sei, da zunächst das alte Kennzeichen montiert wurde,
   ich mittels Kopie des Zulassungsantrags vorläufige Papiere für die Neue besäße,
   meine alte Versicherung wegen dem alten Kennzeichen auch für die XCx im Übergang gültig wäre.
- Der Händler sah noch kein Geld, aber im Vertrauen auf Zugang wollte er mir die Maschine schon überlassen.

Und nun stand ich wieder im Laden, mit einem Grinsen von einem Ohr zum anderen Ohr und übernahm die
Triumph Tiger 800 XCx (ABS)
und brachte sie in ihr neues Zuhause:

 


















Tari, tara, jetzt war sie da. Aufgrund der belgischen Zulassung mittels "Übergangspapieren" durfte der Tiger die Landesgrenzen bis zum Erhalt der richtigen Dokumente aber nicht verlassen. Der Tiger war also in Belgien eingesperrt, quasi im Käfig, wobei dieser dann doch als recht großzügig, mit schönen Landschaften und Strecken zu betrachten war 😀

Samstag, 13. April 2019

Ungewöhnliche Inspektion der Mietzekatze

90.000km-Inspektion


Am Samstag, den 13. April 2019, brachte ich bei leichtem Schneetreiben in den belgischen Ostkantonen meine Tiger 800XC (BJ 2011) mit ca. 86.900km zur vorzeitigen 90.000km-Inspektion zum freundlichen Triumph Händler (FTH) nach Eupen.

Begrüßt wurde ich bei Alex mit den witzigen Worten, ob ich mir Winterreifen abholen wolle, aber wir waren uns schnell einig, dass dem kleinen Tiger nur der kleine Service, sowie ein neuer Vorderradreifen fehlt, Arbeiten, die unbedingt noch vor der kommenden Tour zum SYE-Tigerhome-Treffen in Trockau, nahe Bayreuth, erledigt werden müssten.

Die Maschine wurde für den kommenden Arbeitstag in die Werkhalle genommen, Schlüssel abgegeben und es war vereinbart, dass ich die Maschine Montagabend oder in den Folgetagen abholen könne.
So der Start der ganzen Geschichte.

Beim Verlassen des FTH sah ich dann unter den Occasionen die Tiger 800 XCx (ABS), welche ich bei der Internetrecherche bezüglich der Öffnungszeiten von Moto Vise schon in den Angeboten entdeckt hatte.
Da die Maschine laut Internetseite halb so alt wie mein jetziger Tiger und zudem nur 3.300km in diesen vier Jahren gelaufen sein sollte, wandte ich mich mit neugierigem Blick auf ihn.




Natürlich nicht, ohne dass es meinem FTH aufgefallen wäre.



Und dann kam es:
Er erklärte mir, dass wir die Inspektion erstmals kurzfristig zurück stellen, er mir ein Angebot für meine alte Katze unterbreiten werde und ich nach seiner Mail mal über das Wochenende darüber nachdenken sollte, die Wartung der alten Maschine zu lassen und statt dessen mit der Jüngeren in der kommenden Woche vom Hof fahre.

Ja, so kann eine kleine Inspektion enden!
Mir war klar, am Wochenende hatte ich über so einiges zu grübeln.

Montag, 17. Juli 2017

800XC - Brems- & Kupplungshebel

Neue Hebel von V-Trec


Bei der vergangenen Euregio Biker Forum Tour ist meiner Schwägerin leider ein kleines Malheur passiert, welches der Reisegruppe meines Bruder ein paar Stunden gekostet hat:

Susen kam zusammen mit der Gruppe meines Bruders an der Burg in Altena, dem Tagesziel für Speis und Trank an und wollte genau wie die übrigen Gruppenmitglieder den Mitarbeiterparkplatz am Fuße der Burg zum Parken nutzen. Dass wir diesen Parkplatz für uns einnehmen durften, hatten mein Bruder und ich auf der Pre-Forum-Tour bereits vor Ort geklärt. Durch diese Pre-Tour wussten wir auch, dass der Parkplatz nur über eine schmale, steile Auffahrt zu erreichen war. Darüber hinaus war diese Auffahrt mit Kopfsteinpflaster belegt, was durch die Karrenräder der mittelalterlichen Kutschen und Karren stark ausgefahren war/ist.
Als meine Gruppe nach der Gruppe meines Bruders am Treffpunkt ankam, herrschte auf dem Parkplatz schon reges Treiben in der Erstankömmlingsgruppe. Was war geschehen?
Die Mitglieder der Gruppe waren einzeln die recht steile Auffahrt hinauf gefahren, alle unter Ausnutzung eines gewissen Restschwungs aus der Anfahrtsstraße.
Alle?
Nein, meine Schwägerin nicht, sie hielt vielmehr kurz vor der Einmündung zum Parkplatz an und versuchte dann in einem neuen Anfahren die Passage zu meistern. Aufgrund von zu geringer Fortbewegung und wegen des Terrains fiel ihr dann die Maschine nach rechts um. Der Bremshebel brach ab, aber nicht an der Sollbruchstelle, sondern direkt am Gelenk. Damit war zunächst ein Weiterfahren nicht möglich und ein Ersatzteil musste mittels Einkauf im über 60km entfernten Dortmund bei Louis beschafft werden. Ein Unterfangen, das aufgrund der Entfernung, der BAB-Fahrt dorthin, einem Stau auf der BAB usw., der Gruppe 1 mehrere Stunden gekostet hat.
Zum Grillen am gleichen Abend im Hotel kamen sie zum Glück rechtzeitig 😀
Alles verlief gut, nur ein leichter Maschinendefekt, die Fahrerin kaum (Schulterprellung) verletzt, der Grillabend gerettet, insgesamt nur ein paar Euronen gezahlt,
aber Zeit von drei bis vier Stunden verloren.
Mehr dazu im Euregio Biker Forum Tour Bericht.

Doch bei mir kam sofort der Gedanke, was ist, wenn das meinem Bruder oder mir in Norge passiert?
Vielleicht ausgerechnet in einer Region, wo über 100km niemand oder kaum einer wohnt?
Wo der nächste Motorradhändler über 100km entfernt ist?
Wo die drei Triumph-Händler zu weit weg sind, denn es gibt sie nur bei Oslo? Und da fahren wir nicht hin!


Ich entschied mich daher vorzubeugen, denn trotz Handschützer über den Hebeln kann, so meine Recherche im tigerhome.dehttp://www.tigerhome.de, auch an der XC ein Hebel bei Sturz Schaden nehmen.


Klappbare Hebel schienen die Lösung zu sein, denn bei diesen ist die Wahrscheinlichkeit des Bruchs bei Sturz geringer.
Solche Hebel gibt es von verschiedenen Firmen, von China-Importen (fraglich in Material und Ausführung) bis hin zu Markenprodukten von namhaften Herstellen, inklusive KBA-Zulassung und ABE. Bei letzteren kann man aufgrund der Zulassungen davon ausgehen, dass das Material den Ansprüchen und Kräften von und an Kupplung und Bremse entspricht und sie nicht "knack" machen und die Mietze in der Spitzkehre mangels Bremswirkung in den Abgrund schießt.

Ich wurde aufgrund der v.g. Recherche im www dann auf die Firma V-Trec® aufmerksam, welche über motea günstige, individuelle Komplettsets mit ABE vertreibt.

Meine Entscheidung fiel in der riesigen Auswahl an 800XC Baujahr 2011 Sets auf die folgenden V-Trec Vario II Safety Hebel:



  • CNC Hightech-Hebel
  • vollgefräst aus 6061-T6-Aluminium
  • extrem stabil und leicht
  • Gewicht ohne Adapter (Passstück): 72g
  • auch während der Fahrt 6-fach verstellbar
  • stufenlos verstellbare Hebellänge
  • hochklappbarer Endhebel durch Gelenk nahe Adapter,
    dadurch bleibt der Hebel nach einem Sturz mit hoher Wahrscheinlichkeit funktionsfähig
  • sehr gutes Preis/Leistungs-Verhältnis
  • Farbe der Eloxierung von Hebel und Versteller und Endstück beliebig kombinierbar
  • Lieferung als Paar (Brems- und Kupplungshebel) zum Set-Preis
  • vollkommen montagefertig, inklusive Passstücke
  • mit ABE (KBA-Nr. 91299),
    dadurch absolut legaler Betrieb auf öffentlichen Straßen.
    Bei Zubehör-Hebeln von Mitbewerbern ohne ABE erlischt die Betriebserlaubnis!

Schaut Euch ruhig mal die toll gemachte Site des Händlers an!
Dort könnt ihr gut gemachte Produktbilder sehen, individuelle Hebel per Klickauswahl gestalten
und Videofilme der Hebelmontage und Hebelvariantenbeispiele sehen.
Natürlich gibt es haufenweise Informationen, selbst die ABE als Download.

Donnerstag, den 13.07.2017, bestellte ich online gegen 20:00Uhr die oben gezeigten Hebel und zahlte, da es wegen Norge schnell gehen sollte, per PayPal.
Donnerstag, den 13.07.2017, so gegen 20:10Uhr bestätigte motea mir umgehend die Bestellung.
Donnerstag, den 13.07.2017, also wiederum am gleichen Abend, bestätigte mir motea so knapp nach 21:00Uhr den Zahlungseingang.
Freitag, den 14.07.2017, ca. 8:00Uhr erhielt ich eine Mail von motea, dass das Paket schon zu mir unterwegs sei.
Samstag, den 15.07.2017, so gegen Mittag traf das Hebelset bei mir ein.

WAS FÜR EIN SERVICE!!!


Im Blister waren nicht nur die Hebel, eine Produktbeschreibung und die ABE, sondern auch eine sehr ausführliche, bebilderte Montageanleitung, getrennt nach Bremshebel- und Kupplungshebelseite.

Die Montage verlief mittels der Montageanleitung absolut einfach und reibungslos, unter anderem auch, weil die Firma V-Trec präzis gefertigte Passstücke für die Armatur der Tiger 800XC lieferte.

Angefangen hatte ich, weil es einfacher ist, mit der Bremshebelseite. Dort musste zunächst der Sturz-/Lenkerschutz (wie auch auf der anderen Lenkerseite) entfernt werden, was recht simpel war, da es sich hier nur um zwei Inbusschrauben handelte.
Als nächstes wurde dann die Kontermutter unten an der Armatur gelöst und abgeschraubt. Anschließend konnte die Bolzenschraube der Bremse ausgedreht werden. War dies geschehen, konnte der alte Hebel vorsichtig, um nicht den Bremslichtschalter zu zerstören, herausgenommen werden. Dann erfolgte der Einsatz des V-Trec-Bremshebels anstelle des Originalhebels, wiederum unter Beachtung des Bremslichtschalters. Der restliche Zusammenbau erfolgte dann in umgekehrter Reihenfolge der Demontage.

Die Kupplungsseite nahm ich mir dann im zweiten Schritt vor, hier war die Bolzenschraube jedoch keine Schraube, sondern tatsächlich nur ein Bolzen, welcher durch die Kontermutter gesichert war. Bevor man aber mit dem Lösen dieses Drehpunktes begann, musste man mittels Rändelschraube, welche man vollständig eindrehte, den Kupplungszug entlasten. Bei der Entnahme des Originalkupplungshebel traf ich auf eine Schmierensauerei am alten Hebel, denn trotz Teflonhülle um den Kupplungsnippel hatte Triumph mit Schmiere an dieser Stelle nicht zimperlich gefettet.
À propos Teflonhülle, diese machte den Nippel für die Aufnahme im V-Trec-Kupplungshebel zu dick. Entweder musste ich sie entfernen oder einkürzen, was ich letztendlich vollzog. Weiterhin musste ich die Buchse aus dem alten Kupplungshebel herausdrücken und in den V-Trec-Hebel einsetzen, aber auch das war genauestens im Manual beschrieben. Anschließend gut fetten und wieder in umgekehrter Reihenfolge montieren. Dann noch das Lüftspiel einstellen, die Kupplung justieren.

Fertig! Und dank guter Anleitung wirklich KEIN Problem!

Die Hebel wurden in maximaler Länge ausgeliefert und ich habe dies auch so belassen, weil sie "ausgezogen" bereits 2cm kürzer als die Original-Triumph-Hebel sind.
Die Griffweitenverstelle habe ich aufgrund meiner nicht gerade kurzen Hände/Finger auf Stufe 6, also maximal, gestellt.
Leider kam ich an diese Hebelchen nur dann heran, wenn ich die Sturzschützer leicht nach vorne drückte.
Das lag aber nicht an den Hebeln von V-Trec, sondern vielmehr an den Protektoren von Triumph. Die Hebelchen/Versteller (siehe Bilder) werden halt mit geschützt

Freitag, 30. Juni 2017

Triumph-Umfrage

70.000er-Inspektion


Aufgrund der bevorstehenden Norwegentour war ich vergangene Woche zur vorgezogenen 70.000er-Inspektion bei meinem FTH in Eupen. Dort wurde der normale Inspektionsservice zu günstigem Preis durchgeführt. Diesmal war es sogar trotz Austausch der hinteren Bremsbeläge (Verschleißteile) richtig günstig, weil ich mir den in der Inspektion inkludierten Ölwechsel sparen konnte. Auf diesen Wechsel nebst Filter konnte nämlich verzichtet werden, weil in der zuvor durchgeführten Garantiefallreparatur des Lichtmaschinendeckels das Öl bereits getauscht wurde. Daher hat mein FTH, der Alex von Visé, mir den Verzicht hierauf auch vorgeschlagen, denn schließlich wurde das Öl erst vor knapp 1.000km getauscht. Meine Zufriedenheit konnte ich dann in der prompt folgenden Kunden-/Meinungsumfrage zum Service gegenüber Triumph Kund tun:

Auch wenn diese Umfragen nicht unmittelbar zur Serviceverbesserung beitragen, vlt. sogar eher den Triumph-Händler/die Werkstätten unter Druck setzen sollen, ihren Dienst am Kunden noch mehr zu steigern, nutze ich die positive Feedbackmöglichkeit, um den guten Service in beinaher freundschaftlicher Atmosphäre bei meine FTH zu loben und immer wieder darauf hinzuweisen, dass ich mir längere Serviceintervalle wünsche. Denn das einzige was mich beim Motorradservice stört, sind die kurzen Wartungsintervalle, welche mich beinah zwei mal im Jahr dazu zwingen, in der Werkstatt vorstellig zu werden. Für mich, der sein Motorrad nicht nur zum Hobby, sondern als Alltagsfahrzeug nutzt, sind selbst die von Triumph vorgeschriebenen Wartungsintervalle von 10.000km oder einmal im Jahr zu knapp. Vielleicht entsteht auch in Europa mal ein Umdenken in dieser Sache und man erkennt ein Motorrad nicht nur als Spaßgerät, sondern als vollwertiges Fahrzeug für den Allltag an.

P.S.: Vor dem 21. Juli diesen Jahres geht die 800XC zum Reifenwechsel noch mal nach Eupen, dann kann es los gehen, mit Norge.

Mittwoch, 28. Juni 2017

sw-Motech EVO-Tankoberring

Problem mit dem EVO-Tankoberring


Auf meiner Tiger 800XC, die einen sehr stark gewölbten und abfallenden Tank hat, nutze ich den
Quick-Lock GS Evo Tankrucksack (16-22 Liter) von sw-Motech, welcher usprünglich speziell für die BMW R 1200 GS entwickelt wurde, daher auch sein Name. Er nimmt souverän auf vielen weiteren stark abfallenden Tankformen Platz, so auch auf der Tiger 800XC. Durch seine eng geschnittene Form ermöglicht er auch bei der Tiger XC, trotz ihres breiten Endurolenkers, einen optimalen Lenkeinschlag.
Das gute Stück erwarb ich gebraucht von einem Forenmitglied zu einem wirklich günstigem Preis. Lediglich den Tankring für den Tigertank musste ich mir damals neu beschaffen.

Auf großen Reisen, somit auch auf der künftigen Norwegentour, begleitet mich dieses Raumwunder.
Per, an der Tiger festgeschraubtem, Tankring wird der Tankrucksack einfach mittels seines Oberrings eingeschnappt und sitzt dann bombenfest, nahezu ohne Tankberührung auf der Maschine.

Zum Tanken ist er fix demontiert:
  • einfach die Lösungsschnur, welche per Druckknopf vorne an dem Tankrucksack angeknüpft ist, lösen
  • kurz an der Strippe ziehen
  • der innere Mechanismus löst die Klemmsperren und der Tankrucksack kann abgenommen werden
  • so kommt man schließlich an den Tankdeckel, um das Raubtier zu füttern
Eine wirklich tolle Sache!

Wenn es funktioniert!

Vor der kommenden Norwegentour überprüfe/überprüfte ich so nach und nach meine Ausrüstung.
Zwischenzeitlich auch den Quick-Lock GS EVO.
Bei der Überprüfung musste ich jedoch leider feststellen, dass der Entsperrmechanismus leicht klemmt und der Oberring sich nicht immer vom unteren Tankring lösen lässt.
Das wäre in Norge, mit seinem undichten Tankstellennetz fatal, denn wenn man den Tankrucksack nicht von der Maschine herunter bekommt, dann kann die Katze auch nicht gefüttert werden.

Es galt das Problem zu lösen:

Erster Lösungsansatz war das Schmieren des Zugseilsystems des Oberrings von außen.
Das Ergebnis war suboptimal, alles hakte weiterhin.

Zweiter Lösungsansatz war dann die Idee der "inneren Schmierung". Hierfür musste der Oberring vom Tankrucksack getrennt werden, da dieser nur auf der Oberseite, welche gegen die Unterseite vom Tankrucksack verschraubt ist, zu öffnen ist.
Gesagt, getan, so dachte ich, schließlich kommt man vom Inneren des Tankrucksacks an die Schrauben zum Tankoberring heran.
Doch was war das?
Gerade eine Schraube ließ sich lösen, bei den drei anderen Schrauben drehte sich das in den Oberring eingelassene Gewinde immer mit, die Schraube somit durch.
Ausbohren half nichts! Irgendwie ließen sich Tankrucksack und Tankoberring überhaupt nicht trennen.
In meinem Frust und in meiner Angst "Wenn Dir so was in Norwegen passiert!" kam ich zu dem Entschluss, der Tankoberring muss gegen einen Neuen gewechselt werden und dafür muss er, koste es was es wolle, runter.
Erst nach dem Einsatz von schwerem Gerät (dicke Hämmer, Brecheisen) konnte ich den Oberring knacken.
Das Ergebnis war natürlich auch suboptimal, denn nun hatte ich zwar den Tankrucksack vom Oberring getrennt, konnte diesen jedoch nicht mehr nutzen, weil er zerstört war.
Ein Gutes hatte es aber dennoch, ich konnte mir die Schmierung ersparen 😂

Neugierig, wie ich nun mal bin, habe ich natürlich den Oberring nun in seinen Innereien untersucht, denn schließlich wollte ich ermitteln, warum die Gewindebuchsen sich ständig durchdrehten. Und siehe da, es handelt sich um ganz kleine Gewindebuchsen, mit sehr feinen Zähnen am unteren Ende, welche sich in den Kunststoff des Oberringes "festkrallen". Festkrallen extra in Anführungszeichen geschrieben, weil dies bei diesen Zähnchen wirklich ein Witz ist. Nun verstehe ich auch den Montagehinweis in der Anbauanleitung, die ein maximales Anzugdrehmoment vom 3nm für die Schrauben angibt. Kräfte darüber hinaus bewirken, dass sich die Zähnchen im "Plastik" drehen und dort eine Fraßspur hinterlassen, in der es keinen Halt mehr gibt.
Das muss dem Vorbesitzer meines Tankrucksacks wohl nicht bekannt gewesen sein, zudem er auch noch andere, edlere Schrauben nutze.

Shit happens!

Somit erwarb ich in der Aachener Louis Filiale einen neuen EVO-Tankoberring.
Dabei handelte es sich zum Glück um das verbesserte, aktuelle Modell, welches im Inneren ein Stahlseil nutzt, so dass Verklemmungen wie beim alten Modell nicht mehr vorkommen sollen. Aber auch bei dem neuen Modell hat man im Thema "Gewindebuchse und deren Kraftschluss zum Kunststoff" mal wieder den Rotstift angesetzt.
Manchmal frage ich mich, ob die Ingenieure in den Entwicklungsabteilungen für Motorradzubehör nur Auto oder Motorboot fahren, bei dem was sie da entwickeln.
Motorradpraxistauglich ist vieles nicht!


Zudem ist es fast unverschämt, was sw-Motech für solch eine Kleinigkeit abruft!

Den neuen Ring konnte ich anstelle des alten Rings ohne neue Ausrichtung und ohne neue Bohrungen einsetzen.
Natürlich habe ich das maximale Drehmoment der Verschraubung genauestens beachtet, denn
  • hier kommt es nicht bei KNACK zu AB
  • sonder bei KNACK zu NIEMALS AB!
Beachtet dies bitte, wenn ihr Euch auch mal einen sw-Motech Tankrucksack mit diesem System gönnt!

Freitag, 9. Juni 2017

800XC - Kofferträgerupdate

Kofferträgerwechsel/-änderung wegen Umstieg von H&B-Koffer auf sw-Motech Trax ADV


An meinen bisherigen Maschinen nutzte ich die Junior Kunststoffkoffer von Hepco & Becker, in der 40 Liter Variante, welche mich seit meinen ersten Motorradjahren ständig und zuverlässig begleiteten.
D.h. nach einem Satteltaschenversuch an der SUZUKI XF650, wechselte ich auf dieses Modell inklusive einem fest am Motorrad befestigten Hepco & Becker Kofferträger, nahm die Koffer mit zur SUZUKI DL1000, indem ich dieser einen fest angeschraubten Hepco & Becker Träger spendierte und nahm sie zuletzt zur Triumph Tiger 800XC, an der ich das Hepco & Becker Lock-It-System montierte. 40 Liter im Koffer (nachgemessen) sind reichlich Volumen für ein Motorrad-Camping-Wochenende, die große Tour und Hotelausflügen mit meiner BSVA (besten Sozia von Allen).  Platz war immer reichlich vorhanden, selbst für das "Gedöns" der Frau und die Koffer waren/sind stabil und absolut dicht!

Hepco & Becker Lock-It-System
Ein super Kofferträgersystem, welches an kleinen, fest ans Motorrad geschraubten, fast nicht sichtbaren Montagepunkten mittels Bajonettverbindern befestigt wird, so dass das Motorrad, bis auf die kleinen Befestigungspunkte größtenteils trägerlos gefahren und bei Bedarf binnen kürzester Zeit mit einem Träger versehen werden kann.
Einfach SUPER!




Geträumt habe ich schon seit geraumer Zeit von einem Alukoffer-Set, quasi Notarzt im Einsatz!

Dieser Traum sollte im Mai diesen Jahres in Erfüllung gehen.
Es war zuerst jedoch komplizierter als gedacht.

Problem: Kofferauswahl!
Von meinen Hepco & Becker Junior wusste ich, dass sie tatsächlich 40 Liter Innenvolumen besaßen. Durch meine Camping-, Urlaubs- und BSVA-Erfahrung war mir bewusst, dass ich dieses Volumen auch tatsächlich benötige.
ABER, Volumenangaben zu Motorradkoffern differieren!
Maße sind manchmal nicht exakt!
Volumenberechnungen falsch!
Oder man findet nicht die Information im Netz, welche man benötigt!
Vielfach werden nur Außenmaße, manchmal auch Maße darüber hinaus, bis zu den Scharnieren usw. angegeben.
Würde ich selber Koffer offerieren, so würde ich: Außenmaß, Innenmaß, Maße über alles benennen.
Nicht so die Hersteller diverser Koffersysteme oder gar die Händler, leider!

Letztendlich landete ich bei meiner Recherche bei den Hepco & Becker Alu-Standard-Koffern in der 40 Liter Variante, denn diese versprachen mir das gewohnte Volumen.
Insgesamt noch zu einem akzeptablen Preis zwischen 550,-€ und 600,-€, der sich jedoch steigern würde, weil die Koffer innen nicht beschichtet sind und Alu-Abrieb droht. D.h. der Preis von passenden Innentaschen (Satz zu 110,-€) oder eine Innenlackierung für ca. 70,-€ wären noch hinzu zu rechnen gewesen.

Dann kam mein Bruder auf mich zu und verwies mich auf Thomas Kapitain, bei dem wir schon günstig die sw-Motech Sturzbügeltaschen für unsere Maschinen erworben hatten.
Nach kurzer Recherche in seinem Shop fiel die Entscheidung auf die sw-Motech Trax ADV Koffer, das aktuelle und eloxierte Modell des Herstellers, mit einem Volumen von 45 Litern.
Jedoch gab es ein Problem, sw-Motech Artikel passen nicht so einfach an den Hepco & Becker Kofferträger. Zudem konnte ich im Shop weder den Kofferträgeradapter, welchen es lt. sw-Motech gibt, noch den Schlosssatz finden.
Aber wir leben ja in modernen Zeiten, so schrieb ich flugs eine E-Mail an Thomas Kapitain.
Es war Samstagnachmittag und ich erwartete, dass der Laden schon zu ist und ich frühestens Montagmorgen eine Antwort erhielt.
Aber dem war nicht so, Samstag am frühen Abend oder anders geschrieben, beim Abendbrot klingelte mein Handy und ich hatte den Thomas (wir waren direkt per Du) am GSM. In einem ausführlichen Beratungsgespräch erläuterte er mir seinen Shop, die Artikel von sw-Motech usw.
Wir verblieben, dass ich ihm kurzfristig eine E-Mail der benötigten Artikel schreibe und er mir im Nachgang darüber ein Angebot erstellen würde.
Also schnell am Samstagabend noch die Mail für Koffer, Adapter und Schlosssatz und die Frage nach Lieferung und Gesamtpreis verfasst.
Schon am folgenden Sonntag kam das auf mich persönlich ausgerichtete Set-Angebot zu einem wirklich super günstigem Totalpreis, so dass ich zugreifen musste.
Montags bezahlt und nicht mal zwei Tage später kam der Riesenkarton mit meinem Set.
Was für ein Service, was für eine Kundenbetreuung!
Ich kann Euch den Thomas nur empfehlen!!!

Die sw-Motech Trax ADV Koffer sind TOP! Die Schlösser gleichschließend.





Der Adapter ist grds. o.k., doch das auf der sw-Motech Seite geschilderte Problem, dass die oberen Haltenasen des Adapters bei manchen Kofferträgern von Hepco & Becker Probleme bereiten könnten, weil dort möglicherweise die Stützstrebe zum Motorrad ist, traf leider auch auf mein Lock-It-System zu.

Somit war ein wenig Basteln angesagt:

Zunächst suchte ich meinen Freund Georges, welcher Carrossier ist, auf, der mir die oberen kurzen Nasen einfach abflexte und um wenige cm nach hinten wieder anschweißte. Schweißnähte brachte er sowohl außen wie auch innen an, weil durch das Flexen einige Millimeter Material verloren gingen und er zudem Stabilität erreichen wollte. Außen konnte er den Adapter mit der Schruppscheibe  glätten, innen kam er nicht heran, so dass ich dort Hand anlegen musste.



Ein wenig gefeilt, an den Hepco & Becker Täger gedängelt, anschließend lackiert und auf den Träger montiert.

Das Ergebnis kann sich für selfmade sehen lassen:





















Dienstag, 30. Mai 2017

800XC - Pressestimmen



“TOP-TEST: Triumph Tiger 800”

aus: MOTORRAD von Thomas Schneider 

"Triumphs neueste Züchtung, die Tiger 800, wildert im Revier der mittelgroßen Adventure Bikes. Lehrt sie dort die Konkurrenz das Fürchten, oder schnurrt sie einfach nur zufrieden unter allen Bedingungen? Kann sie vielleicht beides?" (mehr hier)


„Triumph Tiger 800XC im Dauertest“ 

aus MOTORRAD von Peter Mayer

„Gerade mal 15 Monate brauchte die Triumph Tiger 800 XC, um die Dauertest-Distanz von 50000 Kilometern herunterzuspulen. Wie hat die TechnikSena - praktisch unbegrenzte Kommunikation! des sanften Dreizylinders den Marathon-Sprint weggesteckt?“ (mehr hier)


„Triumph Tiger 800 / XC
Zwei Tiger und sechs Zylinder. Die britischen Raubkatzen werden kratzen und beißen.“

aus 1000PS.de

„Triumph Tiger 800 / XC 2011
Zwei neue Raubkatzen aus britischer Zucht werden auf die Zweiradgemeinschaft losgelassen. Gefährlich werden die Tiger aber nur für die Konkurrenz.“ (mehr hier)


„Triumph Tiger 800XC Enduro Modell 2011 – die britische BMW F800GS ?“

aus unterwegens.de von Sascha

„Die Tiger erkennt den Trend der Zeit und platziert sich mit in das Feld der 800er Enduros mit 200kg. Was BMW in 2008 begann, schwappte wohl über den Kanal und wurde britisch.“ (mehr hier)



"Triumph

verfolgt mit der Tiger 800 und dem Schwestermodell 800 XC eine klare Strategie. Die F800GS von BMW soll Federn lassen. Natürlich zugunsten von Triumph. Die Tiger 800 übernimmt dabei die Rolle des Straßenräubers und wirft die typischen Triumphtugenden in die Waagschale. Vorneweg den neuen 800er Drilling." (mehr hier)


"Triumph Tiger 800 Buy british oder buy bayerisch

Zwar kommt einem schnell BMW in den Sinn, aber dann wird einem klar, dass sie gar kein Duplikat ist, sondern eine echte Insellösung: Die Triumph Tiger 800 und der Blick über den Ärmelkanal." (mehr hier)


Und noch viele Motorradzeitschriften mehr.
(c) der Logo & Artikel bei den einzelnen Fachzeitschriften und deren Verlagen, daher hier auch nur Zitate, die kompletten Artikel sind unter den Links zu lesen.

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